Bohren leicht gemacht

© Adobe Stock / George Dolgikh

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Damit beim Bohren keine bösen Überraschungen entstehen, sollte man wissen, wie eine Wand beschaffen ist. Ziegel, Naturstein, verputztes Mauerwerk oder Beton, so verschieden wie eine Wand sein kann, so verschieden ist auch die Anforderung an eine Bohrmaschine und den verwendeten Bohrer.

Bohrmaschine oder Akkubohrer oder Bohrhammer?

Der Akkubohrer bringt die niedrigste Leistung beim Bohren und ist deshalb nur für Porenbeton geeignet. Eine Schlagbohrmaschine ist für normales Mauerwerk besser geeignet. Die höhere Leistung sorgt dafür, dass die Löcher tief genug gebohrt werden können. Ein Bohrhammer kommt immer dann zum Einsatz, wenn Löcher in einer Betonwand angebracht werden sollen. Vor dem Bohren, ganz egal, um welches Material es sich handelt, sollte geprüft werden, ob sich an dieser Stelle Leitungen für Wasser oder Strom befinden. Ein Metalldetektor aus dem Baumarkt ist für die Suche nach Leitungen bestens geeignet.

Das Bohrloch richtig anlegen

Ein Bohrloch sollte weder zu tief noch schief angelegt werden, einfache Maßnahmen können das verhindern. Eine Wasserwaage kann mit Klebestreifen an der Bohrmaschine befestigt werden, so kann beim Bohren immer überprüft werden, ob das Bohrloch gerade gebohrt wird. Damit das Bohrloch nicht zu tief angelegt wird, dann mit einem Stift eine Markierung am Bohrer angebracht werden. Die Größe vom Bohrer wird nach dem passenden Dübel gewählt, die Größe für den Bohrer steht immer auf dem Dübel.

Richtiges Bohren

Die Angaben zur erforderlichen Tiefe vom Bohrloch befinden sich meistens auf der Verpackung der Dübel. Die Tiefe vom Bohrloch lässt sich aber auch mit einer Faustregel festlegen, die Dübellänge plus Dübeldurchmesser ergibt das benötigte Bohrloch. Allerdings sollte das Loch immer etwas tiefer gebohrt werden, damit die Schraube auch sicher versenkt werden kann. Der Bohrer kann aber auch mit einem Tiefenstopp versehen werden, mit diesem wird die gewünschte Tiefe vom Bohrloch erreicht. Der Durchmesser vom Bohrloch entspricht dabei dem Durchmesser vom Dübel, wenn der Bohrer in der richtigen Größe gewählt wurde.

Der passende Dübel

Ein Kunststoff-Allzweckdübel kann für fast für alle Wände verwendet werden. Sie spreizen oder verankern sich, für Loch-Bausteine oder Gipskarton-Wände eignen sich eher Federklapp-Dübel, deren Flügel klappen sich nach dem Anbringen aus und halten auch sicher in Hohlräumen. Dabei wird die Last auf eine größere Fläche verteilt. Für besonders große und schwere Bauteile eignen sich eher Rahmen-Dübel. Schwerlast-Dübel dagegen eignen sich besser zum Anbringen von Schränken und schweren Regalen. Allerdings muss hier auch das Material der Wand stimmig sein.

 

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